Donnerstag, 24. August 2017

Wir werden Phönixe sein

Liebe Goldrauschfreunde,
wir möchten schweren Herzens verkünden, was sich de facto schon durch Stille auf diesem Blog abzeichnet: Wir machen eine Pause. Wir haben auf sieben Festivals getanzt, uns stehen kleine und große Urlaube bevor, die gemeinsame Zeit dazwischen nutzen wir - sind wir ehrlich - nicht für Fotos. Daher möchten wir uns selbst den Druck nehmen, einmal durchatmen und im Herbst mit herrlichem Content zurück sein. Der soll dann wieder echt, von Herzen, neu und spannend sein. Bis dahin sortieren wir unsere Erlebnisse und Erfahrungen, schreiben und fotografieren und lassen es uns gut gehen. We promise: We'll be back! Auf Instagram (@goldrauschgirls) gibts uns weiterhin!

All the love,
C&L

 

Donnerstag, 6. Juli 2017

Abandoned Waterpark Hue I


Hi friends,
wenn man das Glück hat, vor/hinter/auf/unter/neben einem gigantischen Drachen zu stehen, in dessen Mund man klettern und durch dessen Körper man strollen kann, muss man das nutzen. L haben wir galant in Szene gesetzt, als wir mit offenen Mündern den verlassenen Waterpark nahe der schönen Stadt Hue betrachteten. Dabei gibts hier eine kleine Premiere: L mit Cap. Dass Mrs. Ginger Kopfbedeckungen mag, ist dem aufmerksamen Beobachter in den letzten Jahren wohl aufgefallen, von Hut bis Tyra-Banks-Turban gabs da schon einiges zu sehen. Aber Caps sahen nie sonderlich gut auf den roten Locken aus, bis dieses nette Modell für schlappe zwei Dollar daher kam und den Bann brach. Völlig irrelevant im gesamten Weltgefüge, aber dennoch schön für Kleinlara. Aber seht selbst!

Ciao,
L








Sonntag, 2. Juli 2017

Goldener Halbzeitbericht

Liebe Goldrauschfreunde,
gestern blickte ich fasziniert in meinen kleinen, schon jetzt ganz abgenutzten Kalender und mein Blick verharrte einige Sekunden auf dem sich vor mir - ganz neutral gebend - präsentierten Datum: 1. Juli 2017. Halbzeit, fünfzig Prozent, die Mitte. Nur einer dieser 365 Wunderdinge, die sich in einem Jahr abspielen und doch symbolisch eine ganz andere Nummer. Während wir zwischen den Jahren selten Zeit für einen gescheiten Rückblick haben, eignet sich dieser Sonntag gut, einen Blick über die Schulter zu werfen und diesem unglaublichen Jahr Dribut zu zollen. 
Der Januar war für mich geprägt von dem Besuch meiner Freundin aus Argentinien - eine Reunion, die mir persönlich unglaublich wichtig war und in einer galaktischen Abrissparty mündete, die gleichzeitig das Zelebrieren meines 24. Lebensjahres dar,stellte. Diese Feier hat mein Grübchen (hab ja nur eins) wohl nachhaltig noch tiefer gemacht vor lauter Lächeln über diesen grandiosen Haufen Menschen, den ich um mich herum versammeln konnte. In dieser Zeit formte sich auch der Entschluss, nach Lüneburg zu ziehen - die wohl größte Veränderung in meiner kleinen Welt dieses Jahr. 
Vor allem kitzelte uns jedoch die Vorfreude auf Vietnam unter den Sohlen, die schon viel zu lange keinen Sand mehr berührt hatten. Anfang März stiegen wir ins Flugzeug, um fünf unglaubliche Wochen in diesem atemberaubenden Land zu verbringen. Die Natur rang mit den Menschen, die wir kennenlernten, um unserer Aufmerksamkeit um die Wette und hinterlies dieses "Not Ready Yet"-Gefühl, über das wir bereits schrieben. Vor unserer Reise hatten wir uns in Bremen noch zu einem ganz besonderen Date eingefunden, nämlich mit Buten un Binnen, die während unserer Reise das Produkt dieses Treffens ausstrahlten: Unseren Fernsehauftritt. 'Wow', denke ich, halb stolz, halb einfach glücklich, wenn ich an diesen Beitrag denke, der uns so zeigt, wie wir sind und ehrt, wie viel Arbeit wir seit Jahren in unser Bebi stecken. 
Nach unserer Reise suchte ich eine WG und wurde schnell, erfolgreich und zum Glück genau in dieser Konstellation fündig und zog Ende April nach Lüneburg: Selten hat sich eine Entscheidung dabei so richtig angefühlt, trotz meiner Widerstände, mich als Kleinstadtgirl zu sehen (But I gotta admit: Wer so viel lächelnd durch eine kleine Stadt radelt, ist wohl doch eins). C ist zwar nicht umgezogen (wieso auch, wenn man bereits eine so großartige WG hat?), war aber in London und konnte british air schnuppern, hat einen Abstecher in die Hauptstadt gemacht und weiter das Leben praktiziert, in dem wir uns immer wieder finden: der neugierigen Rastlosigkeit. 
Auch getanzt haben wir: Mal mit unseren Studifreunden in Hannover, Lüneburg oder Hamburg, oft auch zusammen. Auf dem Kreisenfestival in Hamburg, auf dem Lunatic, letztes Wochenende auf dem Hurricane (yeees Bericht folgt). Und während unsere tiny feet schon einiges ertragen mussten an Gehopse und Gestampfe, denke ich gerne daran, was noch folgt: Feel Festival, Rocken am Brocken Festival, Dunkle Vorahnung, Dockville und einiges mehr. 

Bei all diesen Erfahrungen, die wir (viel zu oft) getrennt und (zum Glück) zusammen gemacht haben, lernen wir noch immer neue Seiten aneinander kennen, die stetig näher zusammenbringen, was schon untrennbar zusammen gehört.  

Euer Wort zum Sonntag,
L



Mittwoch, 28. Juni 2017

We are Lunatics


Salut ihr Festivallovers,
"Sollen wir, sollen wir nicht?", ging es uns kürzlich durch den Kopf, als uns auffiel: eigentlich könnten wir euch doch vom Lunatic Festival in Lüneburg berichten. Aus Ermangelung "perfekter" Bilder haben wir gezögert - aber sollte uns das abhalten? Nein, haben wir beschlossen, denn Festivalberichterstattung gehört zu Goldrausch wie C zu L und L zu C. Daher gibt es nun, rund drei Wochen verspätet, einen kleinen Eindruck von dem liebevoll ausgerichteten Campusfestival in Lüni. Hierzu muss man wissen: Das Lunatic Festival wird im Rahmen eines Unikurses geplant und durchgeführt, es ist also nicht nur durch den Austragungsort, sondern auch durch die Macher*innen eng mit dem Campus verbunden. Das führt zum Einen dazu, dass man kurz vor dem großen Wochenende im Freundeskreis bei Zeiten nur noch Lunaticgespräche hört, zum Anderen findet man sich - beschwipst und hüpfend - auf dem eigenen Campus wieder, auf dem man sonst zwischen Adorno und Focault seinen Alltag verbringt. Das macht dieses Festival, zumindest für alle Leuphanten (liebevoll für die Studierenden der Leuphana), ein Stück weit aus. Das heißt aber nicht, dass das Festival, das über zwei Tage geht und sich musikalisch zwischen Rock, Pop und Elektro bewegt, nicht auch für andere Besucher*innen viel bietet! Das Line-up ist abwechslungsreich, das Gelände schön gestaltet, das Essen fein ausgewählt und der Ticketpreis unschlagbar. Für uns war es besonders schön, weil der Garten von L's WG zum Sektfrühstück-ohne-Sekt-mit-Grillen-und-Bier-Showplace wurde, in dem wir in großer Runde zusammensaßen und das Festival einleuteten. Noch schöner ist es dann, wenn alle Bekannten und Freunde der Stadt zusammen zum Lunatic pilgern und man bei Acts wie Dena oder Warhaus gemeinsam tanzt. Zugegebenermaßen können wir euch über Dekoration und Rahmenprogramm wenig Infos geben: Wir sind mit Musik, Leuten und Handbrot doch immer gut abgelenkt, aber wir sprechen an dieser eine Goldrauschempfehlung aus: Yes, kommt doch bitte nächstes Jahr mit uns zum Lunatic!

Cheers,
eure Festivalbubus

PS: Und ja, wie letztes Jahr fahren waren wir wieder auf dem Hurricane und begingen bei Dosenbier, Bilderbuch und leider wieder ohne Hafti, ein Wochenende voller Schlamm und Matsch, auch wenn es dieses Jahr weniger den Freischwimmer required hat als letztes Jahr. Tornadokommando aufgepasst, Bilder folgen!








Mittwoch, 24. Mai 2017

Goldrausch travels: Zentralvietnam

Hallo Freunde des ethusiatischen Reiseberichts, 
heute möchten wir euch von einigen Städten in Zentralvietnam erzählen, die wir besucht haben. 
Hue
Unser Bericht endete in Ninh Binh, dass wir am Abend des dritten Tages verließen, um den ersten Nachtbus (ziemlich bequem, auch wenn L’s Körpergröße schon wieder das Maximum war, das man in diesem Gefährt verstauen konnte) Richtung Hue zu nehmen. Hue, das wir gerne Hüüü nennen, ist eine historische Kaiserstadt mit viel Geschichte, einer süßen Innenstadt und einem Hostel voller netter Leute aufwartet. Wir kamen um 6 Uhr morgens – verschallert und ein wenig grumpy – an, nach der ersten Pho sah die hueische Welt jedoch gleich ganz anders aus. Unsere Tage in Hue waren von der Freude begleitet, das erste Mal in kurze Hosen zu schlüpfen und direkte Sonne auf der Haut zu spüren, unsere Nächte wurden von einer Gruppe englischer, irischer und kanadischer Boys aufgewertet, mit denen wir uns mehr als nur einen Cocktail (mit frischer Maracuja) gönnten. Einen weiteren Abend holten wir unsere besten Dancemoves mit einer Gruppe Vietnamesen raus, die dem hiesigen Partyvolk in Nichts nachsteht. Wer in Hue ist, kommt kaum an der alten Kaiserzitadelle vorbei. Obwohl die ganze Angelegenheit ziemlich touristisch ist, würden wir trotzdem jedem Raten, die Dongs in die Hand zu nehmen und die Zitadelle zu erkunden. Hier wurde im Krieg viel zerstört und bis heute nicht aufgebaut, während die Natur sich nicht beirren ließ, sich das Gelände zurück zu erobern. So gibt es freilaufende Hühner (mit wahnsinnig süßen Küken), bewachsene Ruinen und abgelegene Pfade, auf denen man gerne auch mal allein wandelt. Absolut umgehauen hat uns der akribisch angelegte Garten mit Bonsai-Bäumchen, entspannten Gärtnern, die mit seeligem Lächeln an eben diesen Bäumchen rumschnippeln und einem kleinen Hügel, von dem aus man den gesamten Garten samt seiner Wege, Brücken und Blumen überblicken kann. Wow!
Hoi An
Wer unseren bisherigen Vietnambericht überzuckert fand, hört nun entweder auf zu lesen und fängt sich Diabetes ein: Wir sprechen nun über Hoi An. Diese „Stadt der Lichter“ bezauberte uns wohl am meisten auf der langen Reise und C musste einige Aufmunterungsparolen rausholen, als wir die Stadt verließen und L doch noch nicht bereit für dieses Good-bye (oder Auf Wiedersehen?) war. Hoi An ist wie ein Traummann, den es nur im Buche gibt: Es sieht gut aus (französischer Kolonialstil, überall bunte Laternen, eine Promenade am Wasser), lädt dich zum Essen ein (das beste Street Food, vor allem Cau Lao, aber auch andere Köstlichkeiten), weiß, wie man feiert (an dem Kater ist man dann selbst schuld), entführt einen zum Strand (der nur 15 Radminuten von der Stadt entfernt ist) und hat coole Freunde (hier haben wir unter anderem Ash und Nic kennengelernt, unsere australischen Travelbuddies). Wir waren zur Krönung auch noch zum Lichterfest da und saßen am Flussufer, während hunderte bunte Lichter über den Fluss trieben und sich fröhliche Menschenmassen durch die Straßen schoben. Das Sunflower Hostel, welches als feucht-fröhliches Hotel bekannt ist, bescherte uns außerdem, sagen wir mal „kommunikative“ Abende, an deren müden Enden wir gefühlt alle Backpacker des Hotels kannten. Wir hoffen auf ein zweites Date, Hoi An … irgendwann!
Nha Trang
Bleiben wir bei dieser mühsam aufgebauten Metapher, ist Nha Trang leider der sonnenverbrannte, muffelige russische Cousin unseres Traumprinzen. Nha Trang bietet einen imposanten Stadtstrand, der jedoch schon ab 9 Uhr morgens ziemlich überfüllt ist (wir haben ihn dank erneutem Nachtbusstruggle allerdings gut zum Schlafen nutzen können) und viele Hotels, westliche Restaurants und noch mehr russische Touristen, die sich ihr Essen aus russisch-übersetzen Speisekarten wählen können. Nach Hoi An war diese Stadt ein unsanfter touristischer Schlag ins Gesicht, der jedoch zeigte: Sometimes the people make the place. Wir hatten nämlich ein großartiges Familydinner mit unseren Aussieboys, einer Brasilianerin, einem extrem lustigen Ami und ein nettes Gespräch mit einem jungen Vietnamesen, über eine Suppe gebeugt, die uns trotzdem gute Erinnerungen in den Ordner „Nha Trang“ verbuchen lassen können. Wenn ihr uns fragt, muss man in Nha Trang trotzdem keinen Zwischenstopp machen, dafür sind andere Orte in Vietnam einfach zu schön.
Stay tuned,
C&L




















Dienstag, 16. Mai 2017

Vietnam Madness

Und weiter gehts mit der Bilderflut – unsere letzte Station im Norden:

Ninh Binh und Tam Coc
Von Cat Ba ging es in einer lustigen Busfahrt nach Ninh Binh. Lustig, weil wir das echte Vietnam auf der Straße erstmals erlebten: Unaufhörlich wurden mehr Menschen im langsamen Vorbeifahren in den Bus gezogen, mal wurde ein einzelner Brief einem Menschen von der Straße aus der Hand gerissen und im Inneren des Busses verstaut, mal ein Paket bei der Fahrt aus der Tür geschubst. L’s Beine hatten keinen Platz, die Hose klebt an den Beinen und an Toilettenpausen ist nicht zu denken. In Ninh Binh angekommen waren wir erst wenig angetan, fanden dann jedoch ein wunderschönes Viertel, in dem wir die einzigen Touristen und das Essen so gut war, dass es neue Standards setze. Wir wurden wahnsinnig nett behandelt, man brachte Mango und Tee zum Essen und wir spielten Karten, bis die Sonne längst untergegangen war, um dann bei Nacht Videos zu drehen und uns mit einem beschwingenden Freiheitsgefühl durch die Straßen zu tanzen. Mit dem Fahrrad erkundeten wir am nächsten Tag die „Halong Bay des Landes“, Karstformationen, die sich über quietschgrünen Reisfeldern erhoben und machten eine ziemlich touristische Bootstour durch eben solche, die wir nicht unbedingt weiterempfehlen würden. Die Moral von dieser Geschicht‘: Am schönsten sind meist die Erfahrungen, die man sich trotz Sprachbarriere und Verwirrtheit alleine erkämpft und nicht unbedingt die wohlorganisierten Touren, die es zu buchen gibt. Alles in allem hat uns Vietnams Norden verzaubert (genauso, wie es auch der Rest des Landes getan hat).

More to come,


C&L











Donnerstag, 11. Mai 2017

Not ready yet


„Sag mal Lara, bist du bereit?“, fragt C, beide blicken aus dem verglasten chinesischen Flughafen, den wir beide vor fünf Wochen das erste Mal betraten. C spricht mit dieser Frage aus, was unbedingt gesagt werden muss und L wie ein unruhiger Geist seit Stunden durch den Kopf schwirrt: We are not ready yet. Einfach nicht bereit, dieses großartige Land einfach wieder zu verlassen: Vietnam. Nicht in der Lage, die Schönheit – nicht nur dieses Landes sondern auch der Erfahrungen, die wir auf seinem grünen Boden gemacht haben – in Worte zu fassen, die man Freunden sehnsüchtig entgegenbringt. Einfach nicht an dem Punkt, „good-bye“ zu sagen zu einer Reise, die uns wieder ein Stück näher an die Art von Mensch heran gebracht hat, zu der wir sind und wollen werden. Not ready yet.
Und dennoch saßen wir auf einmal in der S-Bahn in Hamburg, breiten unsere müden Arme zu einer vorerst letzten, intensiven Umarmung aus und trennen uns … nach fünf Wochen geteilter Erfahrung, geteiltem Raum und geteilter Seelenverwandschaft. Möglicherweise ist das der Grund, dass euch die Bilder erst jetzt erreichen, wo Alltag wieder Standard und Teint wieder Frühlingsblässe geworden ist. Wir hoffen, dass die Bilder euch warm umschließen wie die Wellen auf Phu Ngoc uns, wir hoffen dass Bilder das vermögen, was unsere Worte nur unzulänglich hinbekommen: Euch an unserem Vietnam teilhaben zu lassen. Dieser Post wird sich mit dem Norden – Hanoi, Cat Ba und die Halong Bay –befassen, dann wird es weitere Posts zu Zentral- und schließlich zu Südvietnam geben. Die Posts werden lang und die Bilder zahlreich sein – wir hoffen, dass euch beides gefällt.
Hanoi
C und L in müde: das heißt tiefe Augenringe, grundloses Gemurre und eventuell sogar leichte Kopfschmerzen – Hanoi hatte es mit uns anreisegeplagten Ladies also nicht ganz einfach. Doch als sich unser Bus durch die ersten dicht bebauten, wahnsinnig bunten und von Bäumen gesäumten Straßen schlängelte, konnte von Liebe auf den ersten Blick gesprochen werden. Hanoi verbindet alles, was man sich von seinen Anfängen in Vietnam wünscht: gutes Essen (von Pho bis Hot Pot), interessante Geschichte (wir waren hin&weg vom Frauenmuseum) und ein lebendiges Treiben bei Tag (mit guten Shoppingmöglichkeiten) und Nacht (ach ja, es gibt ja keine Lautstärkebegrenzung in asiatischen Clubs). Wir blieben vier Tage in Hanoi und empfehlen jedem, es uns in dieser Weise gleich zu tun, denn wir hätten glatt noch mehr Zeit in Vietnams Hauptstadt verbringen können. Das Klima – bewölkt und 20 bis 25 Grad – machten uns außerdem dem Einstieg in eine neue Welt einfach. 
Cat Ba und die Halong Bay
Von Hanoi nahmen wir den ersten und einzigen Zug nach Hai Phong und setzen im fast direkten Anschluss nach Cat Ba über – das ist günstiger als in kombinierten Bus-Fähre-Paketen und ging schnell und problemlos. Auf Cat Ba muss man ob der ulkig aussehenden, langen dünnen Hotels an der Bucht erst einmal schlucken, von unberührter Natur kann hier keine Rede sein. Baustellenlärm macht das Flanieren am Wasser etwas schwierig, doch wir waren ja für den nature treasure Halong Bay gekommen und oh baby, den bekamen wir. Wir entschieden uns für eine etwas teurere Tour, von der wir nur Gutes gehört hatten und starteten am frühen Morgen mit einer bunten Truppe, unten denen sich – wie wir heute sagen können – Menschen befanden, mit denen wir noch weitere Urlaubserlebnisse teilen konnten. Auf einem süßen roten Boot mit Sonnendeck machten wir uns auf in die Halong Bay, die noch übertraf, was wir uns erhofft hatten. Nicht nur, dass wir größtenteils das einzige Boot am schier entlosen Horizont der Bucht waren, wir konnten sogar vom Schiff ins Wasser hüpfen, Kanu fahren und lecker mit allen Essen. Unser Lieblingsmoment, der wohl auch in der Gesamtlebenserfahrung ziemlich hoch gerankt ist: Wir beide am Schiffsbug sitzend, mal über die Welt redend, mal über die Welt nachdenkend schweigend, treiben über das Wasser und lassen die nackten Füße baumeln. Die Halong Bay mit ihren Karstformationen (das sind die Felsen, die in immer neuen Varianten aus dem Wasser ragen) wird auch nach Stunden, und wir waren neun davon unterwegs, keine Sekunde langweilig und hinterlässt beinahe Muskelkater vom vielen Lächeln, dass den Lippen nicht weichen möchte. Fast poetisch, jedoch absolut angemessen.

Wie ihr merkt voller Liebe,


C&L