Montag, 28. März 2016

Passion Sports Convention



Damals, als ich noch gesund war (vorletztes Wochenende also) war ich dank der Wirtschaftsförderung Bremen auf der Passion Sports Convention unterwegs. Ich hatte die letzten Jahre schon immer davon mitbekommen, bin aber nie hingegangen, da ich leider nicht skaten, surfen oder sonst eine coole Freestyle-Sportart kann. Mit einem Sportbegeistertem im Gepäck bin ich dann aber mal los und hab mich unter die coolen Kids gemischt. Und das war tatsächlich ziemlich cool! Es gab coole und weniger coole innovative Sportarten, die man alle ausprobieren konnte, viele kleine deutsche Labels, die ihre Streetstyle-Stände liebevoll dekoriert haben, Skate- und BMX-Contests, Trampoline (haha), Gewinnspiele, und und und! Alleine bei den Contests hätte ich den flyen Boys einfach stundenlang zugucken können und außerdem bin ich nun endlich im Besitz eines Fischerhuts, den ich bei einem Gewinnspiel für einen guten Zweck gewonnen habe - also nicht nur was für meinen Kopf, sondern auch eine gute Tat.
Es gab einfach so viel zu sehen und zu hören, das war schon eine kleine Reizüberflutung, ich wusste gar nicht was ich zuerst machen wollte oder welchem Skater man bei seinen Tricks am ehesten zuschauen sollte. Da hat es sich auf jeden Fall gelohnt, die Messe früh zu besuchen, so konnte man einfach den ganzen Tag dort verbringen und etwas wahllos durch die Halle laufen, um alles mitzubekommen. 
Für die nächsten Jahre kann ich mir also merken, dass die Passion absolut lohnenswert ist und man auch ohne Skate-Skills definitiv etwas findet, was einen interessiert und begeistert. Also: Daumen hoch und schon mal in den Kalender eintragen!

Me out,
C




Sonntag, 13. März 2016

Großstadtklein



Ich hab nie in einer größeren Stadt als Hamburg gewohnt. Braunschweig, Bremen und Carlisle (PA, USA) hatten alle ihre Vor- und Nachteile, doch eins waren sie nicht: groß und urban. In Hamburg laufe ich zur Bahn und warte höchstens vier Minuten. In Hamburg könnte ich mein gesamtes Praktikum über jedes Wochenende in einen anderen Club gehen. In Hamburg bin ich ein ganz kleiner Mensch, der sich zwischen 1,7 Millionen durch die Großstadtekstase kämpft. Ich liebe die Vielfalt und kreative Unruhe, die verschiedenen Sprachen, die auf mich herein prasseln wie Septemberregen. Doch ich vermisse es, rot anzulaufen, wenn man einen Schwarm auf der Straße sieht, während man verkatert durch die Stadt wandelt. Ich vermisse, meine Supermarktverkäuferin gequält anzulächeln, weil wir beide einen schlechten Tag hatten, weil ich in Hamburg mal hier und mal da einkaufe. Kurz um: Die oft gescholtene Anonymität der Großstadt nagt auch an mir. 

Doch Hamburg hat gegen diesen Schmerz ein Medikament - den Kiez, die Nachbarschaft. Denn erstaunlicherweise - nicht zu letzt wegen meines guten Gesichtergedächtnisses - habe ich (oder C und ich gemeinsam) schon so einige Gesichter wieder gesehen. Durch die Schanze laufend den Stanni-Bremer-DJ sehen, Arbeitskollegen nach Feierabend am anderen Ende der Stadt spotten, heraus finden, dass sich die paar Leute, die ich in Hamburg kenne, ebenfalls zum Teil kennen. Und neulich dann folgender Moment: C und ich hetzen nach einem kleinen Abendessen bei mir zur U-Bahn, um dieses  Event aufzusuchen und passieren einen Zebrastreifen. Ein winzig kleiner alter Mini (die, die einen unweigerlich zum Lächeln bringen, sieht man sie die Straße entlang fahren) hält für uns an besagtem Zebrastreifen. Einige Stunden und Biere, eine nette Bekanntschaft und viel eisigen Wind später machen wir uns auf den Rückweg und gelangen wieder an den Punkt der vermeintlich unwichtigen Begebenheit. Doch genau in diesem Moment muss der gleiche alte Mini wieder für uns halten, ja genau, auf die Sekunde genau am selben Ort. Und nicht nur wir merken das, sondern auch das Paar in dem kleinen Gefährt und wir müssen alle lachen. Und ich denke: ja, das ist Hamburg, so groß im großen und so Mini im kleinen.

Großstadtklein,
L&C









Sonntag, 6. März 2016

Kleinkariert


Hey fellas,

eine Bachelorarbeit gibt man nur einmal im Leben ab. Nur einmal im Leben bewältigt man die Formatierungshürden von Word, verliert sich in Quellenangaben und trinkt Kaffee wie Wasser. Nur einmal (oder in meinem Fall mindestens fünf Mal, weil ich immer wieder Fehler fand) transformiert man die Seiten, die so voller Wissen, Schweiß und Arbeit stecken, zu einem pdf, zieht sie auf einen USB-Stick und hört die Steine poltern, die einem dann vom Herzen fallen.
Dafür hat L sich schick gemacht, als wir den Bus nach Winterhude nahmen, einen miefigen Copyshop betraten und "Drei Ausgaben und eine CD, bitte" sagten. Yes, es ist vollbracht - und das in einer der schönsten Jacken, die momentan L's Kleiderstange ziehren. Dass diese dann zufällig noch zu einem Hauseingang aus den 50er Jahren in Winterhude passte, war wohl Schicksal.

Auf eine gute Note hoffend,
L&C

PS: Man beachte auch die Schuhe, die sich vom Asos-Schnäppchen zum Stiefelettenliebling innerhalb weniger Stunden mauserten. Ein Träumchen!







Blazer soya concept // Shirt und Hose Gina Tricot // Tasche H&M // Stiefeletten Pieces