Samstag, 28. November 2015

Puma reloaded und die zwei Dreiecke

Liebe Freude der Farbe unter der Haut,
heute gibt es eine Doppelvorstellung: Zum Einen darf ich euch meine neuen Wintersneaker präsentieren, zum anderen berichte ich euch (längst überfällig!), was es mit meinen Tattoos an den Fersen auf sich hat. Die Sneaker entdeckte ich beim Instagramsuchten und hatte eine Idee, die auch schon Rihanna hatte: PUMA könnte wieder cool werden. So bin ich in der frühen Welle derer, die sich von Adidas und Nike abwenden und der - zugegebenermaßen eher wenig appreciateten - Marke PUMA eine neue Chance geben. Und ich kann sagen: Es hat sich gelohnt. Nicht nur, dass ich das, ein wenig an Asics angelehnte, Design und die Farbgebung feiere, die Winterized Edition kommt zudem noch mit wetterfesten Materialien daher, die angesichts meines neuen Nebenjobs als Glühweinfee im Winterdorf Findorff wie gerufen kommen.

Nun aber zu den zwei kleinen Dreiecken, die seit unserer letzten Nacht in Bangkok diesen März meine Fersen ziehren. Ich mag die Idee, dass meine Tattoos in den großen aufregenden Städten dieser Welt entstehen: erst New York City, dann Bangkok (als nächstes good old Berlin?). Und während mein erstes Tattoo gerne für eine Wertschätzung meines eigenen Namens gehalten wird (hell no), heißt es nun öfter mal Illuminati, entblöße ich meine Fesseln. Doch tatsächlich sind die beiden Dreiecke Glyphen, die ich wegen ihrer Schlichtheit und Bedeutung gewählt habe. Links steht demnach "Create" was einerseits meine kreative Seite (die wird Linkshändern ja nachgesagt) betiteln soll und zudem für den Wunsch steht, im Leben einmal etwas Schönes erschaffen zu wollen. Das rechte Dreieck ist ein Symbol für "Explore" was ganz klassich meine wahnsinnige Reiselust beschreibt und die Liebe, die ich zur Fremde hege. Doch das Entdecken bezieht sich auch auf den Alltag: Ich liebe kleine Gespräche, in denen ich mir Interessantes zu den verschiedensten Personen aneigne, im "Umwege" gehen in Bremen, um neue Ecken kennenzulernen und meiner Freude daran, neue Musik, Mode und Themen zu entdecken. 

So ist nun klar, was die kleinen Viecher an meiner Rückseite sollen - und das nächste Tattoo kommt bestimmt!

L

PS: An den Bildern merkt man außerdem, dass mich nun wirklich jede Asia- oder Sommerbräune verlassen hat. 




Dienstag, 24. November 2015

About last night: LOVEBREMEN #ungeschliffen


LOVEBREMEN, das ist eine Liebeserklärung an Bremen in Onlineform. An unsere liebste Hansestadt, die so oft noch als kleiner Bruder von Hamburg belächelt wird. Die Redaktion von diesem feinen jungen Blogazine berichtet liebevoll über ihre Lieblingsplätze in Bremen, porträtiert hanseatische Kreativköpfe und macht allen Nicht-Bremern Lust auf unsere schöne Zweitheimat. Als wir hörten, dass LOVEBREMEN ein exklusives Konzert für seine Leser und Redaktion veranstalten würde, waren wir hellauf begeistert. Zum einen weil es in einem unserer Lieblingscafés, dem Karton, stattfinden sollte und zum anderen weil Cora die beiden Künstler bereits in Neuharlingersiel während des Bloggerwochenendes kennenlernen durfte. Wenn ihr Fan von Singer/Songwriter Musik seid, schaut doch mal bei Aaron Pruessen und dem Jan Pecher Trio auf Facebook vorbei. So stiefelten wir gestern in den Karton, ließen uns von Akustikmusik in gemütlicher Atmosphäre berieseln und waren richtig am Socializen #vollbloggeraber. 
Und so kam es dann auch, dass wir mit dem LOVEBREMEN-Team ein kleines Techtelmechtel eingehen werden. Ab morgen führen wir also den LOVEBREMEN Instagramaccount für eine Woche und zeigen dort, was wir die sieben Tage in unserem Bremen so treiben. 

Wir würden uns freuen, wenn ihr dort mal vorbeischauen und den lieben Leuten von LOVEBREMEN ein Like schenken würdet. Versprochen, ein Blick lohnt sich!

Liebe aus Bremen,
C&L







Sonntag, 22. November 2015

Saturday Night Life


Guten Abend Freude des Moments,
es gibt gute Abende. Und es gibt diese Abende, die sich in der Grauzone zwischen wild, jung und zu viel bewegen. Zu viele Eindrücke und Menschen, zu viele Schlucke und doch irgendwie genau richtig. Genau das, was man gerade braucht. In dieser brisanten Mischung machen sich Analogkameras besonders gut, vermögen sie es doch immer noch am Besten, dieses Youngwildandfreefeeling auf Papier zu bannen. Schmunzelnd halten wir die Relikte dieser Nacht in der Hand und denken: Ach wie schön ist es, jung zu sein! 

Wir hoffen, ihr seid katerlos!
C&L 






Mittwoch, 18. November 2015

Bremens raue Winde


Hallo Herbstfreunde,
heute gibt es einen Look von C, die sich kürzlich überlegte, dass Kleider nicht nur festlichen Anlässen und Partynächten vorbehalten sein sollten, sondern wieder mehr Aufmerksamkeit im Alltag verdient haben. Mit langen Ärmelchen und dem geliebten Turtleneck ist das ganze auch absolut alltagstauglich - wenn auch kalt, denn in Bremen wehen ganz andere Winde (verdammt starke, nämlich). Auf den Lippen der holden Dame gibt es einen hellen Beerenton, in die haben wir uns kürzlich nämlich beide verliebt: mal hell, mal dunkel. Als Kulisse durfte heute die gute alte Weser herhalten, aber schaut selbst.

Today we present a look by C who recently thought about bringing back dresses into everyday life and not only wearing them to special occasions and party nights. With those long sleeves and the beloved little turtleneck the look is perfectly suitable for everyday situations - although it's really cold in Bremen recently, due to the strong wind that is messing up our hair everyday. The lipstick is a light berry tone, which we both love lately, sometimes dark, sometimes just a tone darker then the own lip color. The background today is the good old river that gives Bremen this special something: the Weser. But see yourself!

Best,
C&L






Jacke Mango // Kleid H&M // Boots Shoelab // Tights Falke

Montag, 9. November 2015

Buchrezension: Wie fucking good ist "Fucking Good"?

"Wat, Buchrezension?" möget ihr nun denken, schließlich ist das eine Premiere auf eurem Goldblog des Vertrauens. Wir konnten die Anfrage, Nina Wagners Buch "Fucking Good - Von Tinder, Online-Dates und wilden Nächten" zu rezensieren, jedoch nicht ausschlagen. Denn, wie ihr so einigen Posts der letzten knapp drei Jahre entnehmen konntet, lieben wir wilde Nächte. Und ja - confession time - auch Tinder ist für uns kein Neuland (im Gegensatz zu Angela Merkel und dem Internet). Letzten Sommer waren die Abende warm, die Weinschorle schmeckte und die kleine orange Flamme fand Einzug auf unseren Bildschirmen und ja - wir haben geswipt. 
Kommen wir aber zum Buch: Für "Einsteiger", was die ganze Welt modernen Datens, (Berliner) Nachtlebens und selbstbestimmten Frauen angeht, ist "Fucking Good" ein wunderbarer Zugang, der so manche Frage zu beantworten vermag. Ein wenig fehlt uns jedoch der Witz im modernen Sprachgebrauch Wagners. Denn seien wir mal ehrlich - Daten ist doch nie so, wie Sat.1-Sonntagsmovies es vorschlagen und hat eine Menge mit peinlich-ulkigen Momenten und Alltagskomik zu tun. Und vieles, was Nina Wagner uns vorschlägt, ist für uns (zum Glück!) bereits Lebensrealität. Ihr Aufruf zu mehr weiblicher Selbstbestimmtheit ist zwar absolut korrekt, jedoch für uns eigentlich nichts Neues. Doch Respekt an die Offenheit und Experiementierfreudigkeit der Wahlberlinerin - und ihrem Mut, das Ganze auf Papier zu bringen. Ab und an etwas harter Tobak, könnte man sagen. Spannend sind immer die konkreten Beispiele aus Wagners flirty life, etwas überflüssig hingegen so manche Erklärung, ist man mit dem Thema Onlinedating bereits vertraut. Einen Daumen gibt's abschließend noch für die Aufmachung. 

Euer Literaturclub,
C&L 



*mit freundlicher Unterstützung von Droemer Knaur

Samstag, 7. November 2015

Gedankenausflug: "Social media is not real life"

Manchmal kann man doch an Schicksal glauben: Zu erst haben wir uns entschieden, wieder ganz "echt" zu werden. Komischer Slang, beknackte Videos, wir eben. Dann haben wir diesen Anspruch - quasi auch als eigenen Reminder - in unserer Instabio verewigt. Als nächstes waren wir dann in Berlin bei besagtem Workshop, wo es ein ganzes Wochenende um Internet, Selbstinszenierung, soziale Medien und das Bloggen ging. Und gestern - von einer gigantischen Welle des Medienhypes getragen - quittet Essena O'Neill alle sozialen Medien und ruft zu mehr Authentizität im Onlinekosmos auf. Die Girls vom Bloggerbazaar eröffneten wenige Tage vorher ein ähnlich Credo, DariaDaria schließt sich prompt mit einer Instagramwoche aus ihrem echten Leben an. Und wir sitzen lächelnd vor unseren Handys, gebannt abwartend, ob aus dem Trend auch langfristig ein Sinneswandel entstehen kann. Denn wir ertappen uns ja auch selbst dabei, das Leben bekannter Blogger anzuhimmeln und zu vergessen, dass unaufgeräumte Koffer, Augenringe und Staub auf den fancy Interiormöbeln eben auch Realität sind - nur das wir sie nicht unbedingt sehen. Was Essena O'Neill also geschafft hat, ist weniger, eine Wahrheit ans Licht zu bringen, denn dass (Social) Media Life nicht echt ist, sollte uns allen von Product Placement bis Photoshop klar sein. Viel mehr ist sie ein lebender Reminder für dieses #fakelife, in dem viele von uns sich manchmal verirren. Wir sprechen tatsächlich viel über das Thema und hinterfragen auch immer wieder, ob das Leben, das wir auf dem Blog, Insta und Co. präsentieren, wirklich authentisch ist. Oft liegen wir mit ungewaschenem Haar stundenlang auf dem Bett, suchten uns durch die Internetsphäre, essen Asiafood und lachen zu laut. Wo ist die Grenze? Wo wird verzerrte Darstellung zur Lüge? Kann man dem Internet überhaupt trauen? Manche dieser Fragen betreffen uns persönlich (Mehr ungeschminkte Sonntagsbilder?), andere nur indirekt (Mögen die Blogger, denen wir folgen, überhaupt jede Marke, die sie uns da präsentieren?). Ein paar Gedanken ist der #stayreal-Hype auf jeden Fall wert und wir finden: Echt sind wir doch alle am schönsten.

Sometimes it's destiny: First we decided to "stay true" to ourselves again. Weird slang, stupid videos, just us, the way we are. Than we eternalized this even in our Instagram-Feed - as a personal reminder. After that we went to the workshop in Berlin, where we talked about the internet, self-presentation, social media and blogging the whole weekend. And yesterday - carried by a huge media hype wave - Essena O'Neill quits every single social media platform and raises awareness for more authenticity in the online cosmos. The Bloggerbazaar girls addressed a similar topic a few days earlier, DariaDaria jumps on the train of authenticity in the internet by establishing an Instagram week filled with pictures of her everyday life. And we, smiling with our phones in our hands, can't wait if the trend will turn into a change of mind in the social media world. We even catch ourselves idolizing the lives of famous bloggers and forget, that messy suitcases, dark circles under your eyes and dust on fancy interior are part of reality - just that we don't see this side. So what Essena O'Neill did was not uncovering a hidden truth since we all know that (social) media life is #fake due to product placements and photoshop. What she did though is being a living reminder for this fake life we sometimes seem to lose ourselves in. We actually talk a lot about this topic and ask ourselves if this life that we present on our blog, Instagram and Co. is really authentic. Most of the time we lie in our beds for hours, are caught in the internet, eat Asian food and laugh too loud. So where is the balance? When is distorted presentation of our lives a lie? Is it even possible to trust the internet? Some of these questions concern us directly (more no make-up pictures on sundays?), some only indirectly (do some bloggers that we follow even like the brands they wear?). A few thoughts about this #stayreal hype are absolutely worth it and we think: we are the prettiest when we are just ourselves. 

Best,
C&L


P.S.: Das Bild zu posten hat uns schon Überwindung gekostet haha