Sonntag, 30. August 2015

Soulmates

Es ist Sonntag. Der Sonntag war für mich schon immer melancholischer als seine sechs Brüder, sonntags steht die Welt irgendwie still - mögen tue ich das nicht besonders. Was gut ist an Sonntagen? Mit C bei unserem Lieblingsdönermann sitzen, Kater bekämpfen, danach noch ne Folge Girls schauen. Oder Fotos bearbeiten, Cola vom Kiosk holen und fluchen, dass die Geschäfte zu haben. Was gar nicht geht? Cora in Korea, mein Soulmate als Seoulmate - ja ihr habt richtig gehört - meine First Lady befindet sich quasi am anderen Ende der Welt. Und während sie gerade, der Magen gefüllt mit koreanischen Köstlichkeiten, Karaoke singt (kein Flax), denke ich über wahre Freundschaft nach. Ich hab sie schon immer gesucht, gehabt, geliebt, diese echten Freundschaften. Ich hab schon lange aufgehört, fake zu lächeln. Bedingungsloses Vertrauen, unzählige Insider, Kommunikation nur über Blicke. Die gleichen Gedanken. Es gibt so viele Freundschaften zwischen Girls da draußen, die an einem Mann zu Brüche gehen, an Zeitmangel, an Kleinigkeiten. C und L, das ist echt, das ist Sistas before Mistas, Bros before Hoes, Fries before Guys. Und weil wahre Freundschaft so unglaublich kostbar ist, muss man sich ihren Wert immer wieder ins Gedächtnis rufen, oder, wie jetzt, in Worte kleiden. Ich bin so dankbar für diese Freundschaft. Und neben C auch für A und S natürlich (falls ihr das lest, ihr Süßen). Denn egal was so kommt, ihr seid da und ich könnte nicht stolzer sein, diese wahren Freundschaften zu haben, zu pflegen und täglich wieder zu schätzen. So viel Schnulzi aus meinem Mund gibts selten - das muss wohl am Sonntag liegen.

Best,
L



Montag, 17. August 2015

Oh hello, Streetfood Festival Bremen!


Liebe Freunde des kulinarischen Genusses,

als wir 2014 in den USA sowohl in San Fran als auch in NYC mit großen Augen von Streetfoodtruck zu Streetfoodtruck schlenderten, war das Konzept kulinarischer Köstlichkeiten aus Wägen heraus in Deutschland noch eine Rarietät. Und auf einmal sind sie überall: Streefoodfestivals! Es lebe die Globalisieriung, denn Dank ihr konnten wir unseren gestrigen Sonntag auf einem Gelände mit Speisen aus der ganzen Welt verbringen. Orient, Afrika, Lateinamerika, USA, Polen - die Liste der Länder und Kontinente, deren Speisen es zu testen gab, war lang. Und besonders schön: An nahezu jedem Stand sind wir mit den netten Menschen, die dort ihre Leckerbissen an den Mann/die Frau bringen, ins Gespräch gekommen. Und da unser Kumpel mit einem eigenen Wagen voller indischer Köstlichkeiten angerollt kam, gabs natürlich doppelten Anlass für unseren Besuch. Yummy Pulled Pork von Buns and Sons aus Köln, Gurkenwodka aus Polen, Baconburger aus den USA - kugelrund sind wir nach einer kurzen Verdauungspause weiter zum Sport gerollt. Erst futtern, dann sporteln, yey. Danke Streetfood Festival Bremen, es war uns ein Fest!

When we first walked pass various food trucks in San Fran and NYC in 2014, our eyes were opened widely due to the amazing concept of selling food from all over the world out of basic trucks. Back then, this concept wasn't wide-spread at all in Germany. And now: Streetfood Festivals everywhere! Long live the globalization that made us experience food from around the globe yesterday in Bemen. Orient, Africa, Latin America, USA, Poland - the list of countries and continents that offered recipes to try was long. Especially nice: at almost every truck we had lovely conversations with the people making the food. And since our friend had his own truck of Indian food treasures himself, there were two persuasive reasons to attend the festival. Yummy pulled pork from Buns and Sons from Cologne, cucumber vodka from Poland, bacon burger from the U.S. - we nearly rolled to the gym after digesting in the halls of the Energieleitzentrale. Enjoy first, do some workout after, yey. Thanks Streetfood Festival Bremen, it was a pleasure stopping by!

C&L







Freitag, 14. August 2015

Capturing moments


Jeder Analogfotografierende liebt dieses Gefühl: Den Film einrollen, ihn - oder gleich eine ganze Einwegkamera - abgeben, dieses schwarze Röllchen voller Erinnerung auf den Weg schicken und dann warten. Warten, Drogeriemarkt oder Fotolabor betreten, freudig nach dem eigenen Tütchen suchen und noch einmal kurz überlegen, was man denn so fotografiert hat. Manchmal liegt das nämlich schon eine Weile zurück oder verschwimmt im Nebel durchtanzter Nächte. Analogfotografieren ist mehr als nur Retrobilder, die nie so scharf sind, wie mit der Spiegelreflex - Analogfotografie ist Nostalgie, Spannung, Momentaufnahme. Und all das - zum Teil mit einer Einwegkamera des Kräuterschnapses mit dem Hirsch - gibts heute vom Rocken am Brocken. Denn die Bremer Crew hat Lara durch Anwesenheit und Trinkfreudigkeit Gesellschaft geleistet. Rocken am Brocken, du warst schön - Analogfotografie, du wirst immer schön sein.

Every person taking analog pictures loves this feeling: Rolling up that film, give it - or an one way camera - away, sending away this little black roll full of memories and then ... wait. Waiting, entering the drug store or a photo lab, joyfully looking for you bag and hesitating for a second, thinking about the things and people you took pictures of. Because sometimes, those moments lie a bit in the past or are all blurry from wild nights. Analog photography is more than retro pics that are never as sharp and precise as the ones taken with a good camera - analog photography is nostalgy, excitement, snapshots. And all that - party taken with a Jägermeister cam - we show from the Rocken am Brocken Festival today. Because the Bremen crew supported Lara with their presence and willingness to drink. Rocken am Brocken, you were beautiful - analog fotography, you always will be beautiful.

Lots of Love,
L&C












Dienstag, 4. August 2015

Herzensfestival


Mystische Stille hat sich über diesen Blog gelegt. Warum, hat die gute C ja schon im letzten Post angedeutet: Ich war eine volle Woche in den Harzer Bergen beim Rocken am Brocken Festival und C hat es mir mit unseren Homies am Mittwoch gleich getan. 
Rocken am Brocken ist mein Herzensfestival: nachdem ich vor einigen Jahren von einem Freund das erste Mal auf die grüne Wiese im Herzen des Nationalparks Harz geschleift wurde, bin ich mit den verschiedensten Leuten Jahr für Jahr zurück gekehrt - mit C habe ich nun schon zum dritten Mal im verwunschenen Zauberwald getanzt. Doch dieses Jahr hat sich das Ganze ein wenig anders gestaltet, da ich seit Sommer letzten Jahres herzensgut ins Kern-Orga-Team des Festivals, dass jährlich rund 4.000 Menschen beglückt, aufgenommen wurde. Das ging alles ganz fix und nach einer allgemeinen Orientierung (Orgaslang verstehen, wer macht hier eigentlich was auschecken) und etwas Pressearbeit bin ich zum Head of Social Media geworden. Facebook und Instagram, Orgatreffen mit der RaB-Familie und dann das Festival selbst: so sahen meine letzten Wochen und Monate neben Studium und anderen Jobs aus. Montag ging es dann los mit dem Aufbau, den wir tapfer bestritten, obwohl der Wettergott regelmäßig über unseren Köpfen ausrastete. Und so entstand, Tag für Tag, Nacht für Nacht, unter meinen staunenden Augen dieser wunderbare Ort der Musik, des Tanzens und des Glücklichseins. Unglaublich wenig Schlaf (fünf Stunden top, eine Stunde flop), kilometerlanges Über-den-Platz-Atzen, großartige Menschen, die ein oder andere Band mit Gänsehautmoment (Annenmaykantereit live lässt einen Zittern) und ein großer Batzen Erfahrung in eine berufliche Richtung, die ich mir tatsächlich vorstellen kann, liegen hinter mir. 14 Stunden Schlaf später weiß ich nun wieder ungefähr, wo oben und unten ist und kann erste Einblicke vom Aufbau, dem Festival selbst und dem Team gewähren  - C's Analogkamera wird dann später, wie im letzten Jahr, wunderbare Momentaufnahmen liefern. 

Eure noch immer verstrahlte L

PS: Auf die englische Version verzichte ich jetzt Mal - in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze. Und entschuldigt die Fotoauswahl, ich konnte meinen Fokus während der Veranstaltung leider nicht auf meine Kamera legen.